Der Rucksack – Nicht nur etwas für Wanderer

Auf Wanderschaften oder Trekkingtouren ist er ein unverzichtbarer Begleiter: der Rucksack. In ihm lassen sich die wichtigsten Dinge auf engstem Raume verstauen, die ein Outdooraktivist mit sich führen muss. Dazu gehören Nahrungsmittel, Werkzeug, Ersatzkleidung, eine Notfallausrüstung, Kartenmaterial und vieles mehr. Durch den Transport auf dem Rücken verteilt sich das Gewicht der Ausrüstung gleichmäßig und belastet den Körper beim Gehen und Bergsteigen nicht so sehr, als wenn man das Gepäck in einer Tasche seitlich in der Hand tragen würde. Dazu hat man beide Hände frei, was optimal für das Gleichgewicht ist, und kann sich überall optimal festhalten.

Kraxen und Rucksäcke für Hochleistungen

Bevor der Rucksack in seiner klassischen Outdoorform entstand, gab es schon seit Urzeiten Vorformen davon, die sich teilweise bis heute erhalten haben, zum Beispiel eine Rolle aus Tierhäuten oder die Kraxe. Bei letzterer handelt es sich um ein Holzgestell, auf dem sich Lasten tragen ließen. Das Gestell selbst wurde mit Schulterriemen befestigt und auf dem Rücken getragen. Während Kraxen offene Gestelle sind, sind in schweren Rucksäcken die Tragegestelle verborgen. Für den Transport großer Lasten können moderne Rucksäcke auch heute nicht auf Tragegestelle verzichten. Diese Tragegestelle sind aus Aluminium oder anderen Leichtmetallen gefertigt, damit sie höchsten Belastungen bei möglichst geringem Eigengewicht standhalten können. Sie werden meistens im Hochalpinbereich und auf langen Expeditionen eingesetzt. Für Wander- oder Trekkingtouren, bei denen man nicht eine komplette Schlafausrüstung mitnimmt, sondern beispielsweise eine organisierten Wanderurlaub mit Hotelübernachtungen macht, reichen stabile, wetterfeste und geräumige Rucksäcke ohne Tragegestell.

Vom Funktionsrucksack zum modischen Cityrucksack

Kein Mensch wäre noch vor zwanzig Jahren auf die Idee gekommen, mit einem Rucksack durch die Stadt zu laufen. Möglicherweise waren es Studenten oder Schüler, die einen Rucksack als Alternative zur Dokumententasche bzw. zum Tornister bevorzugten. Da Beispiel bekanntermaßen Schule macht, folgten etliche dem neuen Trend und trugen ihre kleineren Wanderrucksäcke auch in der Stadt. Das wiederum brachte die Modewelt auf die Idee, eigene Cityrucksäcke zu kreieren. Diese Rucksäcke sind nur so beschaffen, dass man darin Kleinigkeiten und vielleicht einige Unterlagen transportieren kann. Für Wandertouren eignen sie sich nicht. Mittlerweile gibt es sie als verschiedenartige Modeaccessoires. Cityrucksäcke werden immer kleiner, schicker und trendiger. Der Rucksack ist eindeutig in der Großstadt angekommen.

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